England verschärft XL-Bully-Regeln: Kinder unter 12 Jahren dürfen künftig nicht mehr unbeaufsichtigt mit Hunden dieser Kategorie allein gelassen werden

Neue Vorschrift sorgt für Diskussionen

Die britische Regierung hat eine weitere Verschärfung der bereits bestehenden XL-Bully-Gesetzgebung angekündigt. Ab dem 1. November 2026 soll es in England und Wales strafbar sein, Kinder unter zwölf Jahren unbeaufsichtigt mit einem als gefährlich eingestuften Hund allein zu lassen. Dazu gehören auch registrierte XL Bullys, die trotz des bestehenden Verbots weiterhin mit einer Ausnahmegenehmigung gehalten werden dürfen! Verstöße können Geldstrafen sowie die Beschlagnahmung des Hundes nach sich ziehen.

Die neue Regelung wurde nach mehreren tragischen Vorfällen mit Kindern eingeführt. Nach Angaben der britischen Regierung soll damit das Risiko schwerer Beißvorfälle reduziert werden.

Was bedeutet das für XL-Bully-Halter?

Bereits seit Februar 2024 dürfen XL Bullys in England und Wales nur noch unter strengen Auflagen gehalten werden. Voraussetzung ist eine behördliche Ausnahmegenehmigung. Darüber hinaus gelten Leinen- und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, Zucht- und Verkaufsverbote sowie weitere gesetzliche Auflagen.

Mit der neuen Regelung kommt nun erstmals eine konkrete Vorgabe hinzu, die den Umgang von Kindern mit diesen Hunden innerhalb des privaten Haushalts betrifft.

Kritik von Tierschutzorganisationen

Interessanterweise unterstützen selbst Organisationen, die die Sicherheit von Kindern in den Mittelpunkt stellen, nicht zwangsläufig die rassespezifische Ausrichtung dieser Vorschrift.

Die britische Tierschutzorganisation RSPCA betont, dass Kinder grundsätzlich niemals unbeaufsichtigt mit Hunden allein gelassen werden sollten – unabhängig von Rasse oder Größe des Hundes. Nach Ansicht der Organisation vermittelt eine ausschließlich auf bestimmte Rassen bezogene Regelung den falschen Eindruck, andere Hunde würden kein Risiko darstellen.

Tatsächlich stammen viele Beißvorfälle weltweit von Hunden unterschiedlichster Rassen und Mischlinge. Fachleute weisen seit Jahren darauf hin, dass Faktoren wie Sozialisation, Erziehung, Haltung, Management und Verantwortungsbewusstsein des Halters einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten eines Hundes haben.

Die eigentliche Frage: Geht es um XL Bullys oder um verantwortungsvolle Hundehaltung?

Die aktuelle Diskussion wirft eine grundsätzliche Frage auf:

Sollten Kinder grundsätzlich niemals unbeaufsichtigt mit Hunden allein gelassen werden – unabhängig davon, ob es sich um einen Chihuahua, Labrador, Deutschen Schäferhund oder American Bully handelt?

Viele Verhaltensspezialisten würden diese Frage mit „Ja“ beantworten.

Gerade kleine Kinder können Körpersprache und Warnsignale von Hunden häufig nicht richtig lesen. Gleichzeitig verstehen Hunde das Verhalten von Kindern nicht immer korrekt. Missverständnisse können selbst in den besten Familien entstehen.

Bullyion-Fazit

Die neue britische Regelung wird von Befürwortern als wichtiger Schritt zum Kinderschutz angesehen. Kritiker sehen dagegen eine weitere Ausweitung der bereits umstrittenen rassespezifischen Gesetzgebung rund um den XL Bully.

Unabhängig von der politischen Bewertung bleibt jedoch ein Punkt unstrittig: Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt mit Hunden allein gelassen werden – ganz gleich, welcher Rasse der Hund angehört.

Verantwortungsvolle Haltung beginnt nicht bei einem Gesetz, sondern beim Halter selbst.

Bullyion

Bullyion wurde mit der Vision gegründet, eine Plattform zu schaffen, die sich exklusiv mit der American Bully Rasse beschäftigt. Das Magazin hat sich schnell als führende Informationsquelle etabliert und richtet sich an Züchter, Hundebesitzer und Liebhaber der Rasse. Ursprünglich aus Hamburg stammend, wurde Bullyion ins Leben gerufen, um eine Verbindung zwischen der Züchter-Community zu fördern und den Austausch über die Rasse zu erleichtern. Die Hauptintention von Bullyion ist es, verantwortungsvolle Zuchtpraktiken zu unterstützen und qualitativ hochwertige Informationen zu verbreiten. Die Plattform setzt sich dafür ein, dass nur Hunde mit ABKC-Papieren und entsprechender gesundheitlicher Auswertung präsentiert werden, um die Qualität und das Wohlbefinden der Tiere zu fördern. Zudem möchte Bullyion Züchtern und Interessierten hilfreiche Inhalte bieten – von Zuchtinformationen über Gesundheitsthemen bis hin zu Trainings- und Sportempfehlungen. Ein zentraler Aspekt ist die Förderung der verantwortungsvollen Haltung und Zucht, um Missverständnisse über die Rasse zu beseitigen und deren positive Eigenschaften als treue, liebevolle Begleiter hervorzuheben. Bullyion soll eine Community bilden, die auf respektvolle und ethische Zuchtpraktiken setzt.

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