Ein Hausbrand in Geneva hat mindestens 15 American Bullys das Leben gekostet. Ermittler werfen dem 40-jährigen Terrance Banks vor, das Feuer absichtlich gelegt zu haben. Ein vorliegender Social-Media-Beitrag verbindet ihn mit „LionMane Kennel“, was wir daraufhin überprüft haben. Überlebende Tiere benötigten intensive medizinische Versorgung.
In Geneva im US-Bundesstaat Florida sind bei einem Hausbrand am 28. September 2026 mindestens 15 American Bullys ums Leben gekommen. Einige Tiere waren nach Angaben der Ermittler in Käfigen eingeschlossen. Gegen Terrance Banks wird wegen mutmaßlicher Brandstiftung und schwerer Tierquälerei vorgegangen. Eine Verurteilung ist in den ausgewerteten Berichten nicht dokumentiert.
American Bullys in Boxen eingeschlossen
Das Feuer zerstörte ein Wohnhaus an der Snow Hill Road in Seminole County. Feuerwehr, Polizei, Brandermittler und Mitarbeiter der Tierbehörde rückten aus. Nach dem von WFTV ausgewerteten Festnahmebericht soll Banks Benzin im Haus verteilt und anschließend entzündet haben. Einige Hunde konnten dem Feuer und dem Rauch nicht entkommen, weil sie in Boxen eingeschlossen waren. Verletzte Menschen wurden nicht gemeldet.
Die ersten Meldungen nannten niedrigere Opferzahlen. Im Verlauf der Bergung und der Versorgung geretteter Tiere wurde das Ausmaß deutlicher. WFTV berichtete am 29. September von mindestens 15 toten Hunden. Zwei zunächst gerettete Tiere hatten die Nacht nach dem Brand nicht überlebt.
Die Überlebenden brauchen Hilfe
Nach Angaben von Seminole County Animal Services, die WFTV veröffentlichte, hatten drei Hunde den Brand überlebt. Zwei wurden medizinisch versorgt. Ein weiterer war geflüchtet und zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht gefunden worden. Die Überlebenden wurden als Pitbull-Mischlinge beschrieben.
Am 1. Oktober berichtete FOX 35, dass einer der geretteten Hunde in der Veterinarian Emergency Clinic of Central Florida behandelt wurde. Das Team überwachte seine Brandwunden, verabreichte Antibiotika und betreute ihn fortlaufend. Für die Heilung rechneten die Mitarbeiter mit mehreren Wochen. Ein anderer geretteter Hund erholte sich zu diesem Zeitpunkt im Tierheim. Ein späterer Genesungsstand liegt dieser Recherche nicht vor.
Verbindung zu „LionMane Kennel“
Der BULLYON vorliegende Instagram-Beitrag des Accounts @therealpaulmueller zeigt einen Facebook-Profilausschnitt unter dem Namen „Terrance LionMane Banks“. Darin wird „LionMane Kennel“ genannt und mit Hunden beziehungsweise Zuchtlinien geworben. Der Beitrag beschreibt Banks als jemanden, der sich selbst als Hundezüchter beworben habe. Wir haben daraufhin den FB Account überprüft und konnten den Kennel bestätigen.
Schwere Vorwürfe, gerichtliche Prüfung
Bei seiner Festnahme wurden Banks laut WFTV ein Vorwurf der Brandstiftung zweiten Grades und elf Vorwürfe schwerer Tierquälerei zur Last gelegt. Weitere Tierquälereivorwürfe wurden als möglich beschrieben. Ob sie tatsächlich hinzukamen, ließ sich nicht bestätigen.
Beim Gerichtstermin am 29. September äußerte die Verteidigung Sorge über den psychischen Zustand ihres Mandanten. Eine psychische Begutachtung wurde verlangt; wegen des Brandstiftungsvorwurfs sollte Banks zunächst in Haft bleiben. Die Angaben der Verteidigung sind keine unabhängig bestätigte medizinische Diagnose. Über seine strafrechtliche Verantwortung entscheidet das Gericht.
Für die weitere Berichterstattung bleiben der Verfahrensverlauf und das Schicksal der überlebenden Hunde entscheidend. Fest steht nach den ausgewerteten Lokalberichten eine erschütternde Bilanz: mindestens 15 tote Tiere.




