Fake-Züchter, geklaute Welpenbilder und Instagram-Scams – die Bully-Szene hat ein ernstes Problem
Der Traum vom eigenen American Bully endet für immer mehr Menschen in einem Albtraum.
Was harmlos mit süßen Welpenbildern auf Instagram oder Facebook beginnt, endet oft mit leerem Konto, verschwundenen Verkäufern und Hunden, die nie existiert haben.
Die Betrugsfälle in der Hundeszene nehmen massiv zu und besonders die American-Bully-Szene ist betroffen.
Warum?
Weil mit Bullys inzwischen richtig Geld gemacht wird.
„Nur heute verfügbar!“ – So locken Fake-Züchter ihre Opfer
Die Masche läuft fast immer gleich ab:
Ein extrem schöner Bully-Welpe.
Seltene Farbe.
Massiver Körperbau.
Dazu ein Preis, der „zu gut“ klingt.
Dann kommen Sätze wie:
- „Muss dringend verkauft werden“
- „Familiennotfall“
- „Der letzte Welpe“
- „Viele Interessenten“
Die Täter setzen Käufer bewusst unter Druck.
Wer zu lange nachdenkt, verliert angeblich den Hund.
Und genau da schalten viele Menschen ihr Gehirn aus.
Instagram voller Fake-Kennels: Viele Profile sind komplett erfunden
Besonders krass:
Viele angebliche Züchter existieren überhaupt nicht.
Die Bilder werden einfach bei echten Kennels geklaut, oft aus den USA.
Teilweise kopieren Betrüger:
- komplette Webseiten,
- Champion-Hunde,
- ABKC-Papiere
- und ganze Würfe.
Dazu kaufen sie tausende Follower und wirken dadurch seriös.
Die brutale Wahrheit:
Heute kann jeder innerhalb von 24 Stunden wie ein „großer Züchter“ aussehen.
American Bully kaufen: Nach der Zahlung beginnt der nächste Betrug
Sobald Geld geschickt wurde, startet meistens Phase zwei.
Plötzlich heißt es:
Der Hund brauche noch:
- Spezialtransport,
- Versicherung,
- Impfungen,
- eine klimatisierte Transportbox
- oder neue Dokumente.
Natürlich kostet alles extra.
Und viele zahlen weiter, weil sie emotional schon komplett drin hängen.
Am Ende ist der Verkäufer verschwunden.
Der Hund ebenfalls.
Warum so viele Käufer auf Bully-Betrüger hereinfallen
Die Wahrheit will in der Szene kaum jemand hören:
Viele kaufen nicht mit Verstand — sondern wegen Hype.
Seltene Farben.
Extrem breite Hunde.
„Micro“, „Exotic“, „XXL“.
Hauptsache auffällig.
Genau darauf bauen die Scammer.
Denn wer nur nach Optik jagt, hinterfragt oft keine Gesundheitsnachweise, keine Herkunft und keine echten Beweise.
Seriöse American Bully Züchter verhalten sich komplett anders
Ein echter Züchter:
- versteckt seine Hunde nicht,
- erlaubt Besuche,
- macht Videocalls,
- zeigt echte Unterlagen
- und beantwortet kritische Fragen.
Wer dagegen nur Druck macht, schnelle Anzahlungen will und ständig Ausreden liefert, ist meistens genau das, wonach er aussieht.
Ein Betrüger.
Online-Hundebetrug wird immer professioneller
Das Gefährliche:
Die Täter werden immer besser.
Viele Opfer merken erst Wochen später, dass sie betrogen wurden.
Manche verlieren mehrere tausend Euro.
Andere stehen plötzlich mit kranken Hunden aus illegalem Handel da.
Die American-Bully-Szene hat mittlerweile ein massives Glaubwürdigkeitsproblem — und solange Menschen blind jedem schönen Instagram-Profil vertrauen, wird sich das auch nicht ändern.





